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Italienische Zypresse Totem
Die Mittelmeer-Zypresse ist ein schlanker, elegant wachsender Baum mit feinen, dunkelgrünen Nadeln. Er liebt Sonne und Wärme, wächst am liebsten in der Erde und verlangt wenig Pflege, wenn du ihm den richtigen Platz gibst.
Standort
Stelle deine Zypresse an einen Platz mit mindestens sechs Stunden direktem Sonnenlicht pro Tag. Je mehr Sonne, desto kräftiger wächst sie. Schütze sie vor starkem Wind, denn durch ihre schlanke Form kann sie umknicken.
Dieser Baum liebt Wärme und eine Luft, die gut zirkulieren kann. Sorge also für etwas Platz rundherum. Ein Platz dicht gegen eine Mauer, wo sich die Wärme staut, ist ideal.
Bewässerung
Ein etablierter Baum im Boden benötigt wenig Wasser. Gießen Sie nur, wenn sich die oberste Bodenschicht trocken anfühlt, in Trockenperioden meist einmal pro Woche. In nassen Sommern kommt er ganz ohne zusätzliches Wasser aus.
Eine Zypresse im Topf trocknet viel schneller aus. Geben Sie Wasser, sobald sich der Boden oben leicht trocken anfühlt, aber lassen Sie ihn nie längere Zeit nass stehen. Sorgen Sie dafür, dass überschüssiges Wasser über die Drainagelöcher immer ablaufen kann.
Im Winter benötigt er viel weniger Wasser. Gießen Sie nur so viel, dass der Boden nicht vollständig austrocknet. Viele Zypressen leiden unter Staunässe, daher lieber etwas zu trocken als zu nass.
Düngung
Eine Zypresse im Freiland braucht nicht oder kaum gedüngt zu werden. Der Boden enthält meist genug Nährstoffe. Nur auf sehr armen, sandigen Böden kannst du im Frühjahr etwas organisches Material wie Kompost einarbeiten.
Eine Zypresse im Topf braucht mehr Unterstützung. Gib ihr von Mai bis September einmal im Monat einen Dünger für Immergrüne, aber nutze nur die Hälfte der empfohlenen Menge. Zu viel Düngung macht sie schnell zu weich und anfällig.
Schneiden
Ein Schnitt ist normalerweise nicht nötig. Die Zypresse wächst von Natur aus schlank und ordentlich. Falls sie irgendwo aus der Form wächst, kannst du im Frühjahr vorsichtig ein paar Äste entfernen.
Schneide niemals ins alte Holz zurück: Zypressen treiben nicht aus altem Schnittholz wieder aus. Beschränk dich auf das Entfernen von toten oder beschädigten Ästen. Mach die Schnitte sauber und klein, damit das Gewebe schnell heilen kann.
Winterschutz und Überwinterung
In einem nordeuropäischen Klima ist die Italienische Zypresse nicht vollständig winterhart. Strenger Frost und vor allem feuchte Bedingungen im Winter können ihr schaden.
Im Topf holst du sie besser zum Überwintern nach drinnen, an einen ungeheizten, hellen Platz. Kühl ist besser als warm. Sechzehn Grad sind ideal. Gieße minimal.
Steht der Baum im Freiland und wird es in deiner Region wirklich kalt, schützt du ihn. Wickle im Oktober oder November vorsichtig Jute oder Kokosmat um die Krone. Sorge dafür, dass etwas Luft zirkulieren kann, sonst fault er. Entferne den Schutz, sobald die Nachtfröste vorbei sind.
Stelle den Baum erst nach draußen, wenn die Nachtfröste vorbei sind. Ein plötzlicher Temperaturwechsel aus dem Gewächshaus nach draußen kann ihm schaden.
Gelbe Blätter und Blattabwurf
Gelbe Blätter sind meist ein Zeichen von zu viel Wasser oder schlechter Drainage. Kontrolliere, ob die Erde nicht ständig nass ist. Schiebe den Baum in einem Topf eventuell an einen Platz mit besserer Wasserableitung.
Blattfall im Herbst und Winter kann normal sein, besonders bei starkem Wind oder sehr trockener Luft. Sorge dafür, dass er nicht austrocknet und schütze ihn vor starkem Wind.
Massives Gelbwerden und anschließender Blattfall können auch auf Frost hinweisen. Vorbeugung ist besser als Nachsorge: sorge rechtzeitig für guten Winterschutz.
Umtopfen oder ins Freiland
Die Zypresse fühlt sich in der freien Erde am wohlsten, wo ihre Wurzeln unbegrenzt wachsen können. Das ist auf jeden Fall zu empfehlen, wenn du sie dauerhaft draußen hältst.
Stelle sie nur in einen Topf, wenn du sie im Winter nach drinnen bringen möchtest oder das Gelände sehr klein ist. Verwende mindestens einen Topf mit dreißig Zentimetern Durchmesser. Sorge für Drainagelöcher und verwende mediterrane Pflanzerde mit Sand darin für bessere Entwässerung.
Topfe sie im Frühjahr um, wenn sie zu wachsen beginnt, aber nicht öfter als alle zwei bis drei Jahre.
Krankheiten und Schädlinge
Die Italienische Zypresse wird selten von Schädlingen befallen. Schildläuse und Spinnmilben können gelegentlich auftreten, besonders bei trockenen Bedingungen. Sorge für ausreichend Feuchtigkeit und kontrolliere regelmäßig auf Flecken oder kleine Insekten.
Frostschäden sind ein größeres Problem als Krankheiten. Stark gefrorene Äste können sich nicht mehr erholen und trocknen aus. Entferne diese vorsichtig, wenn das Wetter etwas milder wird.
Nasse Füße verursachen Wurzelfäule, von der sich der Baum nicht mehr erholt. Das ist viel ernster als jeder Schädling. Sorge also für gute Drainage und nicht zu viel Wasser.
Blüte und Früchte
Die Zypresse blüht im zeitigen Frühjahr mit kleinen, unauffälligen Blüten. Diese sind nicht dekorativ und fallen kaum auf. Nach der Blüte entstehen runde, graubraune Samenkapseln, die durchaus dekorativ wirken.