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Olivenbaum
Der Olivenbaum ist ein starker mediterraner Baum, der viel Sonne braucht und vor Trockenheit nicht zurückschreckt. Mit dem richtigen Standort und Winterschutz wächst er auch in Nordeuropa gut.
Standort
Der Olivenbaum braucht so viel Sonnenlicht wie möglich. Stell ihn an einen Platz, wo er mindestens sechs Stunden direkte Sonne bekommt, gerne auch mehr. Je mehr Sonne, desto kräftiger und gesünder wächst er.
Sorge für guten Schutz vor starkem Wind. Wind trocknet den Baum schneller aus und kann junges Blatt beschädigen. Eine Mauer oder ein Zaun auf der Nordseite hilft gut.
Bewässerung
Der Olivenbaum liebt Trockenheit und braucht wenig Wasser. Gieße ihn nur, wenn sich die obersten paar Zentimeter der Erde trocken anfühlen. Sorge dafür, dass überschüssiges Wasser immer durch die Drainagelöcher aus dem Topf ablaufen kann.
Im Sommer brauchst du häufiger Wasser als im Winter. Er bevorzugt deutlich zu wenig statt zu viel Wasser, denn nasse Füße können Wurzeln beschädigen.
Im Winter gibst du nur so viel Wasser, dass die Erde nicht völlig austrocknet. Überprüfe die Erde alle zwei Wochen und gieße nur, wenn nötig.
Düngung
Geben Sie während der Wachstumszeit Nährstoffe, von April bis September. Gießen Sie zweimal im Monat mit einem Pflanzendünger, der auch Magnesium und Eisen enthält. Olivenbäume lieben diese sogenannten Spurenelemente.
Im Winter sollten Sie nicht düngen. Der Baum wächst dann langsam und braucht keine zusätzliche Nahrung.
Schneiden
Du musst einen Olivenbaum nicht viel schneiden. Entferne im Frühjahr nur Äste, die abgestorben sind, beschädigt sind oder nach innen wachsen. Das hält das Innere des Baumes offen für Luft und Licht.
Wenn du die Form etwas straffer halten möchtest, kannst du im April und Mai schneiden. Sanftes Schneiden ist besser als hartes Schneiden. Der Baum wächst von Natur aus schon schön, daher ist viel Aufwand nicht nötig.
Winterschutz und Überwinterung
Der Olivenbaum verträgt Frost bis etwa minus 8 Grad. In Nordeuropa brauchst du trotzdem zusätzlichen Schutz, sobald der Winter kommt. Wickel den Topf und die unteren Äste in Jute oder Vlies ein – das isoliert gegen die Kälte.
Stell den Baum auf eine Unterlageplatte, damit er nicht in nasser Erde steht. Feuchtigkeit und Kälte zusammen sind tödlich für die Wurzeln. Platziere ihn gegen eine Südmauer, wo er tagsüber Wärme aufnimmt.
Bei Schneefall kannst du noch etwas Vlies hinzufügen. Wenn es nachts friert, stellst du ihn lieber ganz gegen die Mauer oder gegen die Hauswand.
Stell den Baum erst nach draußen, wenn die Nachtfröste vorbei sind. In raueren Klimazonen kann das bis Juni dauern. Beeil dich nicht.
Gelbe Blätter und Blattabwurf
Gelbes Laub kann nach dem Transport oder beim Umzug nach draußen vorkommen. Das ist normal: der Baum braucht eine Weile, um sich an seine neue Umgebung zu gewöhnen. Im ersten Jahresabschnitt musst du damit rechnen.
Starker Blattfall deutet auf Staunässe hin. Kontrolliere die Drainagelöcher im Topf und stelle sicher, dass das Wasser wirklich ablaufen kann. Gieße weniger und lass die Erde zwischen den Wassergaben stärker austrocknen.
Manchmal führt zu wenig Licht zu Hause auch zu gelbem Laub. Stelle den Baum näher ans Fenster oder nach draußen, wenn es warm genug ist.
Umtopfen oder ins Freiland
Ein junger Olivenbaum im Topf wächst gut, wenn du ihn alle zwei Jahre umtopfst. Das machst du im Frühjahr, im April oder Mai. Wähle einen Topf, der ein paar Zentimeter größer ist als der vorherige.
Verwende lockere mediterrane Pflanzerde mit viel Sand darin, oder mische die Erde selbst: zwei Teile Gartenerde, zwei Teile Sand und ein Teil Humus funktionieren prima. Das sorgt für gute Drainage.
Im Freiland kannst du den Olivenbaum pflanzen, wenn er kräftig ist. Das geht besser, je älter er wird. Sorge für gute Drainage: keine schweren Lehmböden oder nasse Senken. In regenreichen Regionen kann das schwierig sein.
Krankheiten und Schädlinge
Der Olivenbaum wird selten krank. Ab und zu können Wollläuse auftreten, besonders unten in alten Blättern. Du siehst weiße Wattebäusche zwischen dem Blattwerk. Sprühe dann sanft mit Wasser und etwas grüner Seife ab.
Schildläuse kommen ebenfalls vor. Das sind braune Schuppen auf Zweig und Blatt. Entferne sie mit einem weichen Tuch und warmem Wasser, oder nutze Winteröl dagegen.
Echte Pilzkrankheiten sind selten. Sorge dafür, dass die Luft gut um den Baum zirkuliert, und lass es nicht zu Staunässe kommen. Außerdem haben gesunde, kräftige Bäume viel weniger Probleme mit Schädlingen.
Blüte und Oliven
Ein Olivenbaum blüht im Mai oder Juni mit kleinen weißen Blüten. Nicht alle Blüten werden zu Früchten, das ist normal. Der Baum möchte viel Sonne, um wirklich Früchte zu tragen.nnJe älter der Baum, desto besser blüht er und setzt Früchte an. Junge Bäume können einige Jahre blühen, bevor sie wirklich Oliven produzieren.nnOliven wachsen von Sommer bis Herbst. Sie beginnen grün und werden dann dunkelbraun oder schwarz. Sie sind essbar. Die Ernte kann im September oder Oktober stattfinden, je nach deiner Vorliebe für Geschmack und Reife.